Das Liederschatzprojekt

"Jedes Mal", fuhr Mary Ann fort, "wenn Kenneth oder ich das Gefühl haben, dass uns wieder das Herz bricht, erinnern wir uns an diesen Choral. Wir summen die Melodie, oder wenn niemand in der Nähe ist" – sie lächelte unter Tränen – "singen wir ihn."

Viele junge Menschen wissen oft nichts von den tiefen musikalischen Spuren in den Seelen der älteren Generationen von Christen, die diese alten Melodien und Texte geliebt haben oder durch sie gerettet wurden.

(Aus: Gordon MacDonald. Ich will meine Gemeinde zurück. SCM R.Brockhaus, 2008, 2. Auflg.)

Das Liederschatzprojekt

In vielen Kirchen und Gemeinden, besonders in Freikirchen, hat sich eine solch starke Lobpreiskultur etabliert, dass traditionelle Choräle z. B. aus den Kirchengesangsbüchern gar nicht mehr gesungen werden. Diese werden nicht mehr an jüngere Generationen weitergegeben und sterben aus. Um diesem Effekt entgegen zu wirken, arbeitet der SCM Verlag zusammen mit unterschiedlichen Verbänden, Medien und Freikirchen und bringt „Das Liederschatzprojekt“ an den Start.
Dabei sollen alte und moderne Lieder in einen Dialog treten.

„Wir laden offen ein, das Anliegen der Bewegung zu teilen: Kein Pendelschlag, sondern die freundliche Einladung, alte und junge Lieder und ihre Hintergründe wieder gemeinsam als Liederschatz zu entdecken und zu verinnerlichen. Alte Lieder und junge Leute sollen neu zusammen kommen.
(Ulrich Eggers, Geschäftsführer SCM)


Namhafte Interpreten

Wir freuen uns über die zahlreichen Musiker und Musikerinnen, die wir für das Projekt gewinnen konnten. Es zeigt uns, dass die alten Lieder immer wieder Sänger-Herzen berühren.

  • Albert Frey
  • Andrea Adams-Frey
  • Andreas Volz
  • Anja S. Lehmann
  • Arne Kopfermann
  • Louisa Natterer
  • Daniel Harter
  • Juri & Mia Friesen (Outbreak Band)
  • Veronika Lohmer, Johannes Hartl (Gebetshaus Augsburg)
  • Lothar Kosse
  • Thomas Enns
  • Sarah Kaiser
  • Gracetown (Winnie Schweitzer, Pamela Neumann, Lena Belgart und Claus-Peter Eberwein, Lars Peter)

Glaube

Die erste der 3 CDs des Liederschatzprojekts. Mit 12 Chorälen rund um den Glauben.

Hier erhältlich

Auf dieser CD:

  • Ich singe dir mit Herz und Mund
  • Lobet den Herren alle, die ihn ehren
  • Solang mein Jesus lebt
  • Ein feste Burg
  • Du meine Seele singe
  • Stern, auf den ich schaue
  • Nun danket alle Gott
  • Großer Gott, wir loben dich
  • Befiehl du deine Wege
  • Weiß ich den Weg auch nicht
  • Jesu, meine Freude
  • Jesus ist kommen

Hoffnung

 „Hoffnung“ ist die zweite CD der Reihe mit 12 hoffnungsvollen Chorälen neu interpretiert!

Sie erscheint im September 2016

Enthaltene Lieder:

  • O dass ich tausend Zungen hätte
  • Aus tiefer Not schrei ich zu dir
  • Jesu geh voran
  • So nimm denn meine Hände
  • Wenn Friede mit Gott
  • Sonne der Gerechtigkeit
  • Geh aus, mein Herz, und suche Freud
  • O komm, du Geist der Wahrheit
  • Ich bin durch die Welt gegangen
  • Die güldne Sonne
  • Wohl denen, die da wandeln
  • Wer nur den lieben Gott lässt walten

Liebe

Der Abschluss der Reihe: die Liebe Gottes in den Worten uralter Choräle neu entdecken!

Erscheint im Januar 2017

Choräle dieser CD:

  • Lobe den Herren
  • Herz und Herz vereint zusammen
  • Gott ist die Liebe
  • Du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte
  • Schönster Herr Jesus
  • In dir ist Freude
  • Gott ist gegenwärtig
  • Jesus Christus herrscht als König
  • Welch ein Freund ist unser Jesus
  • Ich bete an die Macht der Liebe
  • Was Gott tut, das ist wohlgetan
  • Seliges Wissen Jesus ist mein

Das Andachtsbuch

 

Daniel Schneider hat zu jedem der 36 Lieder wie "So nimm denn meine Hände", "Lobe den Herren" und "Befiehl du deine Wege" Hintergründe recherchiert und zeigt, wie uns die Biografien der Verfasser und die Wahrheiten, die sich hinter der oft altertümlichen Sprache verbergen, heute in unserem Glauben ermutigen und herausfordern können. Er schlägt Querverbindungen zu unserem Alltag und lädt so dazu ein, den Liederschatz auf andere und tiefere Weise zu entdecken.

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Wer steckt dahinter?

Die Menschen hinter dem Projekt

Ende April sind Albert Frey, Lothar Kosse und Ulrich Eggers zu Gast bei >> Bibel TV gewesen. Im Gespräch mit Daniel Deman erzählten sie, warum es das Liederschatzprojekt gibt, wie alte Lieder einen modernen Klang bekommen und was ihre persönlichen Schätze sind, die sie im Leben tragen.

Die Sendung kann man in der >> Bibel TV-Mediathek nachschauen.

 

Albert Frey

Albert Frey. Foto: Martin Dietrich

Albert Frey hat auf vielfältige Weise die Musiklandschaften der meisten deutschen Gemeinden geprägt. Der Songwriter, Musikproduzent und Lobpreisleiter hat nicht nur viele beliebte Worshiplieder geschrieben. Seit den 90er Jahren produziert er auch die Feiert Jesus!-Reihe neben eigenen und einigen ausgewählten CDs von Kollegen. 

Gemeinsam mit seiner Frau Andrea Adams-Frey hat er verschiedene Produktionen herausgebracht, die musikalische Meilensteine darstellen. Die beiden sind auch live zusammen unterwegs.

Das Liederschatzprojekt leitet er mit, weil er eine tiefe Leidenschaft für die musikalischen Schätze der vergangenen Jahrhunderte hat.

"Ich bin mit alten Kirchenliedern und Chorälen aufgewachsen. Manche haben mich schon als Kind berührt, andere habe ich später erst tief verstanden. Aber viele andere Christen verbinden die 'alten' Lieder mit Enge und Rückwärtsgewandtheit. Für andere bleiben Text- und Musiksprache unverständlich und unzugänglich. Das kann ich gut verstehen: ein 'Quoten-Choral' brachte mich auch schon oft in Verlegenheit. Die Akkorde wechseln auf jedem Melodieton, der Rhythmus geht nicht durch – da stolpern nicht nur Amateurbands.
Deshalb begeistern mich die vielfältigen Brücken, die das Liederschatz-Projekt jetzt baut, nicht aus Pflichtschuldigkeit, nicht nur aus Respekt vor den 'Alten', sondern aus Überzeugung, ja aus Begeisterung für unser reiches Erbe."


Lothar Kosse

Lothar Kosse. Foto: Presse (kosse.de)

Ob "Wunderbarer Hirt" oder "Ich weiß, das mein Erlöser lebt" – Lothar Kosse hat Freude und Lebendigkeit in den kirchlichen Lobpreis gebracht. Der Gitarrist und Worshipleiter veröffentlicht seit 1988 CDs und ist Gründer und Leiter des alternativen christlichen Musikevents "Cologne Worship Night".

Neben Lobpreis schlägt sein Herz auch für instrumentale Musik. Unter anderem hat er Alben mit Gastauftritten von Phil Keaggey und Don Potter veröffentlicht.

Für ihn erzählen Choräle die geistliche Geschichte unseres Landes.

"Ich bin mit vielen dieser alten Chorälen und Heilsliedern aufgewachsen und muss sagen, dass ich erst relativ spät einen Herzenszugang zu diesen Liedern gefunden habe. Das lag wohl weit weniger an den Liedern selbst, als an dem darauf angesammelten Staub, der mir den Zugang zu diesen Schätzen verborgen hat. Erst im Laufe meiner eigenen Arbeit als Komponist lernte ich die Qualität der Texte und Melodien zu schätzen und zu lieben. Sie sind ein klingendes Zeugnis der geistlichen Geschichte unseres Landes und viele Texte sind auf Grund ihrer Lebensnähe und sprachlichen Klarheit nach wie vor hochaktuell. Deshalb arbeite ich mit großer Begeisterung an diesem Projekt, denn es wäre schade, wenn wir alle diese Glaubenszeugnisse unserer Kultur nur noch im kirchlichen 'Museum' betrachten würden. Gleichermaßen verbinde ich mit dem 'Blick zurück' auch einen 'Blick nach vorn'. Denn es gilt nach wie vor das was uns und unseren Weg mit Gott ausmacht neu und klar zu formulieren um in unserer Zeit und Kultur den 'Himmel auf die Straße' zu bringen."

Daniel Schneider

Daniel Schneider. Foto: Myriam Contreras
Foto: Myriam Contreras

Daniel Schneider arbeitet als Autor für Fernsehen und Radio. Sein Leben ist angefüllt mit Projekten für und mit Auftraggebern wie Planet Wissen (WDR), 1LIVE, WDR 2, ERF Medien e.V, Die Evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR, ABB, TUI, Die Evangelische Kirche im Rheinland, Die Evangelische Kirche in Westfalen, usw. Daneben hat er ein theologisches Studium abgeschlossen.

Zu Beginn seiner beruflichen Karriere wollte er aber Musiker werden, veröffentlichte auch zwei CDs und belegte den 2. Platz beim "Lovesongcontest". Doch dann merkte er, dass seine Stärken woanders liegen – und machte "was mit Medien". Seine schriftstellerischen und theologischen Stärken kommen neben seiner musikalischen Affinität in dem neuen Andachtsbuch desLiederschatzprojekts voll zur Geltung.

Daniel ist mit Eva-Lisa verheiratet und hat drei Kinder. Mit ihnen lebt er in Löhne in Westfalen.

 

Partner & Stimmen zum Projekt

Die Partner des Projekts

Gemeindeverbände und Werke, die das Liederschatzprojekt unterstützen: 

• Evangelischer Gnadauer Gemeinschaftsverband
• Deutsche Evangelische Allianz
• ERF
• Mülheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden
• Gebetshaus Augsburg
• Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden
• Deutscher Jugendverband „Entschieden für Christus“
• Bund Freier evangelischer Gemeinden
• Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden

    "Als Ulrich Eggers mir von dem Liederschatzprojekt erstmals erzählte, war ich sofort begeistert. Ja, ich liebe zwar viele der neuen Lieder und zeitgemäße Anbetungsmusik. Aber wenn ich Gottesdienste in unseren Gemeinschaften erlebe, in denen die wertvollen und inhaltsstarken alten Choräle gänzlich verschwunden sind, dann empfinde ich etwas von Mangel und Armut. Einseitige Ernährung war noch nie gesund. Und ich muss an eine Aussage Jesu denken: Jeder Schriftgelehrte, der für den Dienst des Königreichs der Himmel ausgebildet worden ist, gleicht einem Hausherrn, der aus seinem Vorrat Neues und Altes mitteilt. (Mt.13,52 nach der Albrecht-Übersetzung). Dem Liederschatz-Projekt kann ich nur von Herzen große Aufmerksamkeit und weite Verbreitung wünschen, auch in unseren landeskirchlichen Gemeinschaften und Gemeinden."

    (Frank Spatz, Kassel, Generalsekretär des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes e. V.)

    "Seit vielen Jahren träume ich davon, die besten Lieder der letzten 250 Jahre für die Gemeinde- und Jugendarbeit zurückzugewinnen. Die wunderbaren neuen Lobpreislieder würden eine Aufwertung erfahren, indem sie durch schöne alte Anbetungs- und Verkündigungslieder ergänzt würden. Das Liederschatzprojekt rückt die Erfüllung dieses Traums zumindest für Teile der christlichen Szene in greifbare Nähe. Es hat sich als falsch erwiesen, dass alte Leute keine jungen Lieder mögen. Es wird sich auch als falsch erweisen, dass junge Leute keine alten Lieder mögen – wenn sie nur die Chance bekommen, solche kennenzulernen."

    (Bundespfarrer Rudolf Westerheide, Leiter des Deutschen Jugendverbandes "Entschieden für Christus")

    "Es gibt Lieder, die sind Seelsorger. Sie geben mir Halt und berühren mein Herz. 'Jesus, meine Freude', 'Befiehl Du deine Wege', 'Wer nur den lieben Gott lässt walten' sind solche Begleiter. Ich bin überzeugt, dass diese Liedschätze noch lange ihren Wert behalten werden. Ich begrüße die Initiative, sie zum Singen zu bringen, wo sie in Vergessenheit geraten sind. Wichtig ist für mich, dass das Liedschatzprojekt nicht gegen neue Lieder gerichtet ist, sondern schlicht die Vielfalt beleben will."

    (Ansgar Hörsting,Präses Bund Freier evangelischer Gemeinden, Witten)

    "Gott loben, IHN anbeten – das ist die tiefste Bestimmung des Menschen. Wir, die Geschöpfe, sollen etwas 'sein zum Lob Seiner Herrlichkeit' (Epheser 1,12). Diese Bestimmung betrifft unser ganzes Sein, unseren Alltag, unseren Sonntag! Anbetung Gottes hat unterschiedlichste Ausdrucksformen. Seit alters her, die Psalmen lassen grüßen, ist Musik ein besonderer Weg der Anbetung Gottes. Nicht nur ein Bild, auch eine Melodie sagt oft mehr als 1000 Worte. Viele Lieder des Liederschatzprojektes sind über Jahrzehnte, ja zum Teil über Jahrhunderte, im besten Sinne Ohrwürmer der Anbetung Gottes, von vielen Menschen aus tiefstem Herzen gesungen. Sie brachten für unzählige Menschen zum Klingen, wie ihnen im tiefsten Herzen zumute war, melodische Gebete in jubelnder Freude oder Herzensschreie in schwerster Bedrängnis. Was für ein Geschenk, dass diese Schätze hier neu entdeckt werden."

    (Ekkehart Vetter, Präses des Mülheimer Verbandes Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden, stellv. Vorstizender der Deutschen Evangelischen Allianz)

    "Ich unterstütze das Liederschatzprojekt aus vollem Herzen. Viele alte Choräle gehören zu den Schätzen unsres Glaubens. Wenn wir sie neu entdecken, gewinnen wir Vision und Verheißung für heute und morgen."

    (Steffen Kern, Pfarrer und Journalist, Vorsitzender des Vorstandes der Apis)

    "Irgendwie sind wir alle Schlüsselkinder. Musik ist für ganz viele von uns ein wichtiger Herzensschlüssel. Wenn das Liedgut einer Gemeinde verarmt, weil vor allem nur noch eine Musikrichtung vorkommt, bleiben Herzen unberührt und Menschen ausgeschlossen. Das kann nicht sein – nicht in der Gemeinde Jesu Christi. Leute, lasst die Schlüssel klimpern, entdeckt den Reichtum der Musik aus allen Epochen und Stilrichtungen und singt und spielt versöhnt und bunt."

    (Präses Dr. Michael Diener, Evangelischer Gnadauer Gemeinschaftsverband, Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz und Mitglied Präsidium der EKD-Synode)

    "Ich freue mich sehr, dass ERF Medien ein Teil des Liederschatzprojekts ist. Weil in unseren beiden Radioprogrammen ERF Plus und ERF Pop verschiedene Musikstile zu Hause sind, die bei aller Verschiedenheit geistlich an ein- und demselben Strang ziehen. Weil Musik zu allen Zeiten Christen geholfen hat und bis heute hilft, Glauben auszudrücken, wo uns Worte fehlen. Weil beides, alte und neue Lieder, eine Einladung und Wegbegleitung sein können, um Gott kennen zu lernen und mit ihm durchs Leben zu gehen. Lassen Sie uns diesen Schatz über die Generationen hinweg gemeinsam neu entdecken!"

    (Jörg Dechert, Vorstandsvorsitzender ERF)

    "Wer die Psalmen sorgfältig liest, bemerkt darin nicht nur den persönlichen Ausdruck eines gottverliebten Beters, sondern auch jede Menge Theologie. Durch das Beten der Psalmen lernt der Beter etwas über Gott. Die moderne Lobpreismusik spricht den einzelnen Menschen persönlich und emotional an. Nicht immer transportieren sie aber auf gleiche Weise inhaltlichen Tiefgang. Und hier haben wir in den „alten“ Liedern einen gewachsenen Schatz geistlicher Weisheit. In vielen dieser Jahrhunderte alten Lieder habe ich für mich selbst eine Gebetssprache entdeckt, die reich ist an durchlebten Einsichten. Und so freue ich mich von Herzen, dass ein kostbarer uns anvertrauter Schatz erneut gehoben werden soll."

    (Dr. Johannes Hartl, Leiter Gebetshaus Augsburg)

    "Auch wenn ich kein großer Sänger bin, liebe ich es, in Anbetung vor Gott zu sein. Bestimmte Melodien und Lieder gehörten von Beginn an fest zu meinem Glaubensleben. Sie haben meiner Seele Worte gegeben. Auch viele Gemeinden aus unserem Bund wurden nachhaltig von diesen Liedern geprägt. Ich finde es stark, dass im Liederschatzprojekt alte Klassiker neu belebt und dadurch Generationen miteinander verbunden werden."

    (Johannes Justus, Präses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden)

    "'Alte Schätze neu entdecken' heißt eine der CDs mit älteren und alten sogenannten Heilsliedern, die ich gerne auf Autofahrten höre. Das hat nichts mit meinem Fahrstil zu tun. Diese Lieder bereichern mein geistliches Leben. Denn es gibt alte Schätze, die sollten nicht verklingen. Erst recht nicht in unseren Gottesdiensten. Deshalb freue ich mich über die Impulse dieses neuen Projektes und hoffe, dass sie in vielen Gemeinden anklingen."

    (Christoph Stiba, Präses Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden, Elstal)

    "Singt dem Herrn ein neues Lied? Eindeutig JA. Singt dem Herrn ein altes Lied? Ebenfalls JA. Die alten Lieder waren auch einmal neu und die neuen werden irgendwann alt sein. Aber was heißt das schon! Vor dem 'Thron' Gottes verschmelzen die Zeiten, in seiner Gegenwart ist alles gegenwärtig. Deshalb unterstütze ich das Liedschatzprojekt sehr!"

    (Johannes Berthold, Vorsitzender Sächsischer Gemeinschaftsverband)

    idea-Interview: Kein Streit mehr um die Lieder!

    In vielen Gemeinden – besonders in freikirchlichen – werden kaum noch traditionelle Choräle gesungen. Um dem entgegenzuwirken, startete der evangelikal orientierte SCM Verlag „Das Liederschatz-Projekt“. Es soll die Schönheit der alten Lieder wieder bekannter machen. Dafür werden auf drei CDs 36 Kirchenlieder neu vertont. Mit einem der Initiatoren des Projektes, dem Musiker Albert Frey (Wüstenrot bei Heilbronn), sprach Karsten Huhn.

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    Choräle mit Geschichte

    Alte Schätze heben: ein Andachtsbuch

     

    Es ist, als ob sich durch diese Liedtexte eine Tür öffnet. Hinter dieser Tür liegen 36 Räume aus längst vergangenen Welten. Räume aus einer anderen Zeit, einer anderen Kultur. Hinter dieser Tür verbirgt sich aber auch einiges von dem, was uns zu dem gemacht hat, wer wir sind. Und hinter dieser Tür wartet etwas, das zu Ihnen möchte, weil es auch heute noch wichtig und wertvoll sein kann.

    In diesen Liederzimmern verbergen sich mutige Frauen, ängstliche Männer, trauernde Väter, schüchterne Künstlerinnen, Glückspilze und Pechvögel. Außerdem finden sich dort genauso Texte, die einem direkt ins Herz springen, wie Worte, die man erst einmal sacken lassen muss.

    Ich bin inspiriert worden und habe das Gefühl, den Dichtern näher gekommen zu sein. Ich habe mich über manches geärgert, über einiges gelacht und war bei vielem tief beeindruckt. Ich habe eigene Gedanken entwickelt und trotzdem genug Platz für Ihre Interpretationen gelassen.

    Der dreieinige Gott war der Lebensmittelpunkt aller Menschen, deren Texte Sie in diesem Buch finden. Und gleichzeitig standen sie alle mitten im Leben. Anhand der Lektüre wird deutlich, wie diese Personen versucht haben, ihren festen Glauben an einen Gott des Himmels und der Erde in ihrem Alltag zu verankern.

    Ich lade Sie ein, gemeinsam mit mir auf Schatzsuche zu gehen.

    (Daniel Schneider in der Einführung des Andachtsbuchs)

     

    36 Lieder wurden für das Liederschatzprojekt ausgewählt. In seinem Andachtsbuch stellt Schneider die Texte der Lieder vor, bietet biografische Informationen zu den Autoren und setzt immer einen Bezug zu unserem eigenen Alltag.

    Mit dabei sind Texte von bekannten Persönlichkeiten wie

    • Martin Luther,
    • Paul Gerhardt,
    • Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf
    • oder Joachim Neander,

    aber auch von weniger bekannten Komponisten,

    • z. B. Cyriakus Schneegaß,
    • Anne Steele
    • oder Martin Rinckart.

    In der Gemeinde umsetzen

    Alte Lieder in meiner Gemeinde?

     

    Das Liederschatzprojekt ist ein Gemeindeprojekt, das gerade jüngeren Menschen alte Lieder wieder nahe bringen will. Doch wie kann das am besten gelingen? Wir haben ein paar Tipps für Sie.

    • Reden Sie als erstes darüber. Bei Mitarbeitertreffen, in Vorbereitungskreisen für Gottesdienstgestaltung oder Treffen des Musikteams. Oder stellen Sie das Projekt in Mitgliederversammlungen vor und bitten Sie um ein Stimmungsbild – manchmal warten Menschen auf solch ein Sprungbrett, alte Lieder auf eine gute Weise wieder neu ins Licht zu bringen.
    • Bitten Sie Ihr Musikteam, die Lieder des Projekts in ihr Repertoire aufzunehmen und etwas zu den Inhalten zu sagen: Eine Anbetungszeit wird reich, wenn man Hintergründe zur Entstehung der Lieder oder zu den Autoren einbringt und bewusst einen Spannungsbogen aus alt und neu zusammenstellt.
    • Bauen Sie alte und neue Lieder in Ihre Predigt ein oder predigen Sie eine Serie über alte und neue Lieder, bei der biblische Aussagen, Liedtexte und das bewusste Erlernen thematisiert werden.
    • Planen Sie besondere Lieder-Gottesdienste, wo der Schatz alter und neuer Lieder und bestimmte Aussagen eine Hauptrolle spielt; und wo man sich für das Erlernen und Liebgewinnen ungewohnter Melodien und Inhalte Zeit nimmt.
    • Veranstalten Sie Ihr eigenes Liederschatz-Treffen – einen Abend mit alten Kirchenliedern und Hymnen, für das sehr bewusst ein Team junger Leute oder ein gemischtes Team eingesetzt wird, um eine gemeinsame Erfahrung mit den Liederschätzen zu machen. Benutzen Sie das Material des Projekts – Stimmen, Andachtsbuch, Liederbuch – oder anderes Hintergrundmaterial zu den Liedern der Kirchengeschichte, um den ein solches Treffen reich und vielfältig zu machen.